Verabschiedung der 44. BImSchV

Verabschiedung der
44. BImSchV

​Neue Pflichten für Anlagenbetreiber.

Seit dem 20. Juni 2019 ist die 44. BImSchV in Kraft getreten und regelt seither die Nutzung mittelgroßer Feuerungs-, Gasturbinen- und Verbrennungsmotoranlagen. Die bisher geltende TA-Luft ist somit hinfällig. Neben schärferen Emissionsgrenzwerten und kürzeren Messintervallen werden auch der Nachweis und die Dokumentation der Emissionswerte verpflichtend. Doch was das für Sie als Betreiber genau bedeutet und wie Sie zu handeln haben, dass erfahren Sie in diesem Blog.

Bestandsanlage oder Neuanlage 

Die neue Verordnung unterscheidet stark zwischen Bestandsanlagen und Neuanlagen. Generell gilt, Anlagen, die ab dem 21.12.2018 oder später in Betrieb genommen wurden, und Anlagen, die nach dem 17.12.2017 genehmigt wurden, gelten als Neuanlagen. Auch Anlagen, die am 20.12.2018 in Betrieb genommen wurden und am 17.12.2018 oder später genehmigt wurden, gelten als Neuanlagen. Alle Anlagen, die früher in Betrieb gegangen sind, sind Bestandsanlagen.
Die Grenzwerte für verschiedene Bestandteile der Anlagenabgase richten sich nach den o.g. Daten und sind daher bei Bestandsanlagen und Neuanlagen unterschiedlich.

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Laut 44. BImSchV haben Sie als Betreiber eines BHKW folgende Pflichten

Feuerungsanlagen müssen registriert werden:
Registriert werden müssen, zwecks Übermittlung bestimmter Daten an bestimmte Ämter, alle Einzelanlagen mit einer Feuerungswärmeleistung von > 1 MW. Wer Betreiber einer Neuanlage ist, muss diese unverzüglich registrieren. Die Anmeldung noch in Betrieb zu nehmender Neuanlagen muss ohne konkrete Frist vor Inbetriebnahme der Anlage erfolgen. Bestandsanlagen müssen hingegen bis zum 02.12.2023 registriert bzw. angemeldet werden.

Dokumentationspflicht:
Betreiber von Bestands- und Neuanlagen sind dazu verpflichtet, die Betriebsstunden aller betriebenen Anlagen, die Art der Anlage und die Menge des verwendeten Betriebsstoffs, Störungen oder Ausfälle der Abgasaufbereitungsanlage, die Überschreitungen der vorgeschriebenen Grenzwerte sowie Maßnahmen zur Behebung von Störungen und Ausfällen der Abgasaufbereitungsanlage zu dokumentieren. Die Genehmigung sowie die zur Genehmigung zugehörigen Behördenschreiben, der Nachweis der Registrierung (für mindestens sechs Jahre), Messberichte über Einzelmessungen, Überwachungsergebnisse, Nachweise über den effektiven Betrieb der Abgasreinigungseinrichtung sowie Aufzeichnungen nach §7 sind ab sofort bis ein Jahr nach Stilllegung der Anlage aufzubewahren.

Abgasaufbereitungsanlage:
Die 44. BImSchV regelt auch hier für Betreiber von Bestands- und Neuanlagen den Betrieb, denn kontinuierliche Nachweise über den effektiven Betrieb der Abgasnachbehandlung müssen ab sofort erbracht werden. Darüber hinaus ist es verpflichtend, unverzüglich Maßnahmen einzuleiten, die den effektiven Regelbetrieb bei einer Störung oder einem Ausfall wiederherstellen. Auch diese Maßnahmen sind zu dokumentieren. Bei einer länger als 24 Stunden andauernden Störung oder einem kompletten Ausfall sind die Anlagen abzuschalten und eine entsprechende Information an die Ämter zu senden.

Messungen, Verfahren und Kalibrierungen:
Die Durchführung von Messungen ist ab sofort verpflichtend und muss spätestens nach vier Monaten nach Inbetriebnahme einer Bestands- oder Neuanlage durchgeführt werden, NOx-Emissionen sind als Tageswert zu dokumentieren. Die Mess- und Auswertungseinrichtung an jeder Anlage muss regelmäßig auf ordnungsgemäße Funktionsweise überprüft und ggf. kalibriert werden. Die Berichte hierzu sind innerhalb von 12 Wochen den Ämtern vorzulegen.

Was sind für Sie als Betreiber die nächsten Schritte:
Als erstes sollten Sie Kontakt zu den entsprechenden Ämtern aufnehmen, um die Vorschriften und Anforderungen der 44. BImSchV an den Betrieb Ihrer Anlage nicht unbeabsichtigt zu verletzen. Für technische Lösungen, wie für die Emissionsmessung und Dokumentation wenden Sie sich an 2G, wir helfen Ihnen jederzeit gerne mit unseren technischen Entwicklungen weiter. Im Falle einer kompletten Neuanlage berücksichtigen wir natürlich die 44. BImSchV für Sie.

Weitere Informationen zur Messung und Dokumentation der Abgaswerte finden Sie hier

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