Neue Formaldehydrichtlinien

Formaldehyd (HCHO) ist ein gasförmiger Stoff, der bei der unvollständigen Verbrennung von Kohlenwasserstoffen (z. B. Methan) entstehen kann. Formaldehyd steht unter Verdacht, krebserregend zu sein und kann akute oder auch chronische Reizungen an Augen, Haut und den Atemwegen hervorrufen. Um den Ausstoß des giftigen Formaldehyds zu regulieren, werden daher neue Grenzwerte eingeführt. Bestimmt wurden diese Grenzwerte durch die „Vollzugsempfehlung Formaldehyd“ des LAI vom Dezember 2015. Ergänzt wurde eine Neuregelung des Formaldehydbonus am 05./06.09.2017. Die in den beiden genannten Bekanntmachungen aufgeführten Werte werden heute bereits eingefordert und fließen ebenfalls in die Neufassung der 44. BimschV / Änderung der 1. BimschV ein.

Nach der neuen Regelung müssen alle biogasbetriebenen Bestandsanlagen, die vor dem 01.01.2016 genehmigt wurden, 20 mg/Nm³ einhalten, um sich weiterhin den Formaldehydbonus zu sichern. Für Neuanlagen gilt diese Regelung erst ab 2020, bis dahin können diese weiterhin mit bis zu 30 mg/Nm³ betrieben werden.

Jetzt Kostenlos Flex-Quick-Check beantragen!

Obwohl die oben genannte Anpassung der BimschV noch nicht final verabschiedet wurde, wird davon ausgegangen, dass auch die Anpassung der Bonusregelung im Rahmen der Empfehlung des LAI (Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft für Immissionsschutz) mit der neuen Gesetzgebung Bestand haben wird.

Was ist zu tun?

In der Annahme, dass die gesetzliche Regelung früher oder später für deutsche Biogasanlagen 20 mg/Nm³ Formaldehyd betragen wird, raten wir dazu, bereits jetzt dafür zu sorgen, dass Sie die Grenzwerte einhalten können. Das hat zwei wichtige Gründe:

1. Zahlen Sie nicht doppelt: Sorgen Sie jetzt schon für die Einhaltung der 20 mg/Nm³ Formaldehyd und sparen Sie sich eine zusätzliche teure Messung.

2. Sparen Sie Zeit und Geld:  2G bietet Ihnen ein unvergleichbares Angebot: Rüsten Sie jetzt mit der 2G Katalysator-Technologie auf. Wir garantieren Ihnen bei Beauftragung den Erhalt des FA-Bonus und übernehmen dafür die komplette Umrüstung.

Technische Lösung zur Einhaltung der Grenzwerte:

Um die aktuellen Grenzwerte von 40 oder auch 30 mg/Nm³ einzuhalten, benötigten bislang viele Anlagen keine technischen Hilfsmittel. Die neue Formaldehydgrenze wird jedoch voraussichtlich auf 20 mg/Nm³ sinken und somit eine Einhaltung ohne entsprechenden Oxydationskatalysator schwierig bis unmöglich machen.

Daher müssen zum Erhalt des Formaldehydbonus alle Magermotoren einen Oxydationskatalysator nachrüsten. Der Oxydationskatalysator oder auch kurz Oxikat sorgt mittels einer Trägeroberfläche dafür, das Kohlenmonoxid und unverbrannte Kohlenwasserstoffe oxidieren. Formaldehyd gehört zu der Gruppe der Kohlenwasserstoffe. Nach der Oxidation werden die schädlichen Stoffe zu Kohlendioxid, Wasser, Sauerstoff und Stickstoffverbindungen umgewandelt. Möglich macht das eine mit Platin beschichtete Platine innerhalb des Oxikats, die auch bei niedrigen Temperaturen die gewünschte Reaktion einleitet.

>

Wir nutzen Cookies, um Ihnen passende Inhalte zu präsentieren und Ihr Surfvergnügen zu optimieren, aktivieren die Cookies aber erst, wenn Sie auf Akzeptieren klicken Mehr Infos

Wir benutzen Google Analytics und den Facebook-Pixel, um zu ermitteln, welche Inhalte unsere Besucher sehen wollen und welche nicht. Eingebettete Youtube-Videos helfen Ihnen mittels Cookies nur die Videos zu sehen, die Sie sehen wollen.

Schließen