Energiewende – Quo vadis?

Kraft-Wärme-Kopplung als Schlüsseltechnologie der Energiewende

Atomkraftwerke, Kohlekraftwerke – sie wird es bald nicht mehr geben. Die Energieversorgung der Zukunft wird sich von der heutigen deutlich unterscheiden. Regenerative Energien und die nachhaltige Nutzung fossiler Energieträger stehen zunehmend im Fokus. Durch das Pariser Abkommen COP 21 im Jahr 2015 hat die Bundesregierung das Projekt „Energiewende“ ins Leben gerufen. Ziel der Energiewende ist es, die konventionelle Energiewirtschaft durch eine effizientere und nachhaltigere Energieversorgung unter Nutzung erneuerbarer Energien zu ersetzen. Bereits 2023 soll der Ausstieg aus der Kernenergie vollzogen sein. Es folgen der Kohleausstieg und schließlich die vollständige Dekarbonisierung der Stromwirtschaft. Grundlage für die Umsetzung der Energiewende sind die drei Säulen der Nachhaltigkeit. Das heißt, die Energiewende kann nur gelingen, wenn öko-logische, wirtschaftliche und soziale Ziele gleichermaßen berücksichtigt werden.

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Die Rolle der Kraft-Wärme-Kopplung

Unter Berücksichtigung der „drei Säulen der Nachhaltigkeit“ ist die Energiewende aufgrund der Volatilität von Sonnen- und Windenergie nicht ausschließlich mit erneuerbaren Energien zu realisieren. Den regenerativen Energieerzeugungssystemen fehlt es an Flexibilität, Versorgungssicherheit und an energetischer Speicherfähigkeit. Genau diese Fähigkeiten können Blockheizkraftwerke beitragen. Moderne BHKW können mit Biogas, Klärgas oder Erdgas betrieben werden. Diese „grünen“ Gase (CO2-Ausstoß 60 % geringer als bei der herkömmlichen Energieerzeugung mit Kohle) können bei einem Übervorkommen in das vorhandene Erdgasnetz eingespeist werden. Mit anderen Worten: Das bundesweite Erdgasnetz ist ein riesiger Gasspeicher, der nicht erst gebaut werden muss. Bei Bedarf kann ein BHKW die dort gespeicherte Energie abrufen und höchst flexibel verstromen bzw. Wärme erzeugen. So können nicht nur Nachfragespitzen kurzfristig gedeckt werden, KWK-Anlagen die-nen auch zur Stabilisierung der öffentlichen Stromnetze.

Energie in Form von Wasserstoff speichern

Auch die Verstromung von Wasserstoff wird bei der Umsetzung der Energiewende eine tragende Rolle spielen. Derzeit wird z. B. Windstromüberschuss im öffentlichen Netz an benachbarte Länder verschenkt bzw. die Nachbarn bekommen sogar Geld dafür, dass sie überschüssigen Strom abnehmen. Um diese Überproduktion an elektrischer Energie zu speichern und im eigenen Land zu nutzen, wird die Power-to-Gas-Technologie genutzt. Dabei wird Strom aus erneuerbaren Energien in Wasserstoff oder synthetisches Erdgas umgewandelt, kann problemlos transportiert und gespeichert – und bei Bedarf in Blockheiz-kraftwerken rückverstromt werden.

Dezentral produzieren und vernetzen

Eine weitere nützliche Eigenschaft von Block-heizkraftwerken ist ihre Fähigkeit, dort Energie zu erzeugen, wo sie gebraucht wird. Sie machen lange Stromleitungen überflüssig. Transportverluste werden minimiert bzw. ausgeschlossen. Darüber hinaus können Blockheizkraftwerke mit einer speziellen Steuerungstechnik mit anderen Energieerzeugungseinheiten zu einem virtuellen Kraftwerk zusammengeschlossen werden. So kann ein Verbund von dezentralen Energieerzeugern systemdienlich, aufeinander abgestimmt und höchst flexibel die Nachfrage nach thermischer und elektrischer Energie abdecken und einen essentiellen Beitrag zur weltweiten Realisierung der Energiewende leisten – mit der Kraft-Wärme-Kopplung als Rückgrat der Energiewende.

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