Blockheizkraftwerke Flexibilisieren als Zukunftsinvestition

Eine einfache oder auch mehrfache Überbauung der Bestandsanlage schafft nicht nur eine Wertsteigerung des Anlagevermögens, sie sorgt auch für eine weitere Dienstfähigkeit nach dem ersten EEG für weitere Zyklen. In der Vergangenheit wurden Blockheizkraftwerke mittels Biogasanlagen auf Volllast und im Dauerbetrieb gefahren, um eine maximale Strommenge aus einer Biogasanlage zu generieren. Dies sicherte den Betreibern einen wirtschaftlichen Betrieb der Anlage und die damit verbundenen EEG-Vergütungen.

Durch den massiven Zubau von Sonnen- und Windenergie und die Fähigkeit, das erzeugte Biogas zu speichern und dann zur Energiegewinnung durch KWK-Anlagen zu nutzen, bringt der Biogasanlage eine neue Daseinsberechtigung. In Zukunft sollen Blockheizkraftwerke, die mittels Biogas betrieben werden, flexibel den Strommarkt unterstützen, indem sie nur dann Strom produzieren, wenn die Erzeugung von Wind- und Sonnenenergie zu starken Schwankungen im Netz führt. Weiterhin sollen mit Hilfe von KWK-Anlagen die Spitzenlasten zu Stoßzeiten abgefahren werden, sodass eine konstante und sichere Energieversorgung gewährleistet ist.

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Was ist die Flexibilisierung?

Die Flexibilisierung ist eine Anpassung bzw. Erweiterung der Blockheizkraftwerke und der dazugehörigen Biogasanlage.

Das heißt, dass das Bestands-BHKW um eine bis fünf Anlagen überbaut wird. Das führt dazu, dass die individuelle Höchstbemessungsgrenze einer Anlage auf die zugebauten Anlagen verteilt wird. Die Höchstbemessungsgrenze ist gesetzlich festgelegt und kennzeichnet die Produktionsmenge elektrischen Stroms im produktionsstärksten Jahr der Bestandsanlage.

Ein Beispiel: Vor der Flexibilisierung: Eine Bestandsanlage mit 250 kW produzierte im leistungsstärksten Jahr ca. 2 MW/h elektrische Energie (Höchstbemessungsgrenze) bei 8.000 Bh.

Nach der Flexibilisierung: Die Bestandsanlage wird um zwei Anlagen mit jeweils 500 kW erweitert. Jede zugebaute Anlage muss somit nur flexibel 2.000 Bh betrieben werden, um die Höchstbemessungsgrenze von 2 MW/h zu erreichen.

Warum Sie flexibilisieren sollten:

Bessere Strompreise: Die Verkaufspreise für erzeugte elektrische Energie werden kontinuierlich an der Strombörse EEX gehandelt. Bei einer kontinuierlichen Einspeisung (Volllastbetrieb) wird der Strompreis aus dem Durchschnittswert aller eingespeisten Stunden ermittelt. Dadurch entsteht ein wesentlich niedrigerer Strompreis als bei der flexiblen Einspeisung zu Zeiten von Strombestpreisen.

Ein Vergleich macht dies deutlich: 3,3 Cent/kWh bekommen Sie für eine kontinuierliche Einspeisung in das öffentliche Netz im Dauerlastbetrieb. Bei einer flexiblen Einspeisung zu Höchstpreisen erhalten Sie einen attraktiveren Strompreis von 6,8 bis 10 Cent/kWh. Dieser Preisunterschied kann bei einer 500 kW Anlage ein Potential von bis zu 60.000 Euro bedeuten.

Allzeit produktionsbereit: Durch den Zubau eines oder mehrerer BHKW mit einer höheren Leistung steigert man nicht nur die zur Verfügung stehende Leistung, die Anlage ist auch im Falle einer Wartung oder eines Ausfalls eines der BHKW jederzeit betriebsbereit. Bei einem Ausfall der gesamten Biogasanlage kann aufgrund der Mehrleistung das Defizit wieder ausgeglichen werden, was mit nur einer Bestandsanlage nicht möglich wäre.

Keine Biogasverluste durch AbfackelnIm Betrieb mit nur einem Bestands-BHKW musste im Falle einer Überproduktion das teuer produzierte Biogas abgefackelt werden. Mit der Flexibilisierung der Bestandsanlage durch eine Mehrfachüberbauung besteht dieses Problem so gut wie gar nicht mehr, da immer ein Blockheizkraftwerk verfügbar ist, um das produzierte Biogas mittels KWK in Strom umzuwandeln.

Weniger Substrateinsatz: Durch die Verwendung modernerer Technik und die damit verbundene Effizienz der Blockheizkraftwerke erhöht sich nicht nur das Anlagevermögen, es können jährlich hohe Substratkosten eingespart werden.

Beispiel: Eine Tonne Maissilage kostet ca. 45 Euro und liefert ca. 240 m³ Biogas. 1 m³ Biogas enthält 52 % Methan, auf etwa 5,2 kWh Energiegehalt = Substratkosten von 0,036  Euro / kWh.

Längere Lebensdauer: Durch die Umverteilung der Produktionslast der Höchstbemessungsgrenze auf mehrere Anlagen ist am Ende des Förderungszeitraums von 10 Jahren jede Anlage nur einen Teil der Gesamtbetriebsstunden gelaufen. Diese Anlagen sind somit noch weiter einsatzfähig und bedürfen keiner großen Revision, sie stehen für einen weiteren Betrieb bereit.

Sie erhalten weiter die Flex-Prämie: Neben der Einsparung von Substraten und der effizienteren Nutzung von Biogas durch eine Mehrfachüberbauung erhalten Sie je nach Inbetriebnahme-Datum des Bestands-BHKW eine staatliche Subvention.

Man unterscheidet hierbei zwischen Flexibilitätsprämie und Flexibilitätszuschlag:

So berechnet sich die Flexprämie:

Bemessungsleistung = die Jahresdurchschnittsleistung, oder eingespeiste Strommenge/8760 Jahresstunden

Installierte Leistung = installierte Leistung – Bemessungsleistung x 1,1 (Korrekturfaktor Biogas)

Flexprämie = Zusatzleistung in kW x 130€/kW x 10 Jahre.

Wenn die installierte Leistung mehr als das Doppelte der Zusatzleistung beträgt gilt Flexprämie = installierte Leistung x 0,5 x 130€/kW

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